Wasser sichert Afrikas Zukunft!

Projekt zur nachhaltigen Entwicklung Guinea

The Bridge e.V.

Seit 1992 engagiert sich der Verein The Bridge e.V. ehrenamtlich im Bereich Entwicklungszusammen­ar­beit besonders durch den Bau von Schulen und Kleinkrankenhäusern in ländlichen Gebieten der Republik Guinea. Die meisten Projekte werden u.a. mit finanzieller Förderung des Bundes­minist­eriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt. Zunächst wurden einjährige Projekte gefördert. Durch die erfolgreiche Umsetzung zahlreicher Projekte wurde The Bridge e.V. 2012 vom BMZ das Vertrauen ausgesprochen, mehrjährige und größere Projekte zu fördern. 2012 beantragte The Bridge e.V. ein dreijähriges Projekt über ein  Budget-Volumen von ca. 250.000 Euro für den Bau von fünf Schulen, welches bewilligt wurde. Gemäß der Förderrichtlinien werden stets 75% der Summe vom BMZ finanziert. The Bridge e.V. musste 25% der Gesamsumme aus Eigenmitteln über  Spendengelder beisteuern. Das Projekt läuft bis Ende 2015.

Im Zuge der dramatischen aktuellen globalen Entwicklungen möchte The Bridge e.V. sich entsprechend neu engagieren, um in Guinea gegen zukünftige Herausforderungen zu kämpfen. Das Land ist in besonderer Weise von Phänomenen wie Klimawandel, materieller, struktureller Armut, politischer Instabilität, Perspektivlosigkeit und extrem hoher Jugendarbeitslosigkeit betroffen. Im  Human Development Report 2014 liegt Guinea unter dem Gesamtdurchschnitt der Länder Westafrikas und Subsahara-Afrikas. 86,5% der Guineer leben in multidimensionaler Armut. Laut World Risk Report 2014 belegt Guinea Platz 9 der vulnerabelsten Staaten der Welt in Bezug auf globale Risiken.

Auf der anderen Seite kommt dem Land eine herausragende Bedeutung für die gesamte Region Westafrikas zu. Mit seinen Quellflusssystemen der wichtigsten Flüsse und Ströme Westafrikas (Niger, Gambia-Fluss, Senegal-Fluss), dem höchsten Regenwaldanteil des sich über gesamt Westafrika erstreckenden Guinea-Regenwaldes und seiner hohen Biodiversität besitzt das Land den höchsten Index geopolitischer Bedeutung in der Region. Zusätzlich verfügt es über die meisten Bodenschätze in Westafrika und ist weltweit der größte Bauxitproduzent.

Die prekäre Gesamtlage Guineas jedoch äußert sich besonders in Flucht und Migration mit seinen Kollateraleffekten Brain Drain und ruralem Exodus.

Um dieser Entwicklung nachhaltig und wirksam entgegenzutreten, plant The Bridge e.V. auf Empfehlung des BMZ die Umsetzung eines umfangreichen Projekts zum Umweltschutz und Biodiversitätserhalt, zur Förderung nachhaltiger Agrarwirtschaft, Schaffung neuer Berufsperspektiven und zur langfristigen Reduktion der Armut.

The Bridge e.V. beabsichtigt, das Projekt gemeinsam mit dem in Nürnberg ansässigen Verein EuroGuinee e.V. zu koordinieren und realisieren. In Guinea stehen mit Guinée Ecologique und Caritas Guinea erfahrene und potente Partnerorganisationen zur Seite. Das Projekt wird von der I.E. Frau Fatoumata Balde, Botschafterin der Republik Guinea in Deutschland, als Schirmherrin unterstützt. Mit German Watch, Global Eco Village Network Europe & Africa unterstützen weitere fachkompetente Partnerorganisationen das Vorhaben.  Der Projektantrag soll 2016 vorgelegt werden. Projektstart ist für 2107 geplant. Der finanzielle Umfang des auf drei Jahre ausgelegten Projektes beträgt ca. 500.000 Euro. Gemäß der Richtlinien muss The Bridge e.V.  hierfür einen Eigenanteil von 125.000 Euro aufbringen, der hauptsächlich durch Spenden realisiert werden soll.